Welpe hört nicht

Welpe hört nicht- Wie gehe Ich am besten vor

Welpe hört nicht

Man hat sich so gut auf den Welpen vorbereitet, Bücher gelesen über Hundeerziehung. Bekannte mit Welpen besucht und bereits erst kleine Erfahrungen gesammelt. Und dann kommt alles anders als gedacht. Der eigene Welpe will nämlich einfach nicht hören! Er zerfetzt alle Hausschuhe, reißt wild an der Leine und macht ständig in die Wohnung. So kann es einfach nicht weitergehen.

Achtung – Welpe!

Wenn ein Erwachsener Hund nicht hört, kann es notwendig sein, auch einmal streng durchgreifen zu müssen, damit die Balance zwischen Herr und Hund wieder hergestellt wird. Beim Welpen jedoch ist es ein wenig anders. Denn wenn ein Welpe nicht hört, hat das noch nichts mit Sturheit oder Bosheit zu tun. Nein, er hat es entweder noch nicht gelernt, auf die Stimme des Besitzers zu achten oder er hat ganz einfach etwas Besseres zu tun. Es liegt also am Menschen, sich die Aufmerksamkeit des Welpen in jeder Lebenslage zu sichern.

Nehmen wir als Beispiel den täglichen Spaziergang. Immer geradeaus, nur auf Asphalt oder Beton, keine oder kaum andere Hunde in Sicht. Klar, dem Welpen wird langweilig. Er wird sich entweder mit der Leine beschäftigen oder stark voraus stürmen, wenn ihm ein interessanter Geruch in die Nase kommt. Ganz kluge Tiere legen sich einfach auf den Boden, nachdem sie ihr Geschäft verrichtet haben und bewegen sich nur noch in Richtung Heimat. Auch auf der Hundewiese wird sich dieses Verhalten fortpflanzen. Der Hund wird begeistert mit anderen Tieren herumtollen. Auf einen Ruf des Besitzers kann er gerne verzichten. WAS TUN?

Welpe hört nicht- Abwechslung ist gefragt

Auch wenn man sich im Asphaltdschungel einer Stadt mit dem Gassi gehen begnügen muss, kann jeden Tag eine andere Route ausgewählt werden. So liest der Welpe nicht jeden Tag die gleiche „Hundezeitung“ und lernt zudem noch Neues kennen. Eine wunderbare Übung hierzu ist das Überqueren der Straße. Selbstverständlich wird gestoppt, der Welpe setzt sich neben die Füße des Besitzers. Bereits im Vorfeld ist die Leine zu verkürzen, damit er nicht aus Versehen auf die Straße läuft. Achtet er nicht auf das verbale Kommando des Besitzers, kann er dennoch schnell gestoppt werden. Dies ist wieder einmal eine Situation, in der sich das Klickertraining bewährt hat. Wenn möglich sollte mit dem Welpen geübt werden, unterschiedlich breite Straßen zu überqueren, die eventuelle noch einen Mittelstreifen haben, sodass die Herausforderungen sich unterscheiden.

Selbiges gilt auch für die Hundewiese. Wird der Hund nur dann gerufen, wenn er wieder zum Nach Hause gehen angeleint werden soll, ist es verständlich, dass er nicht kommen mag. Die Zeit mit den Artgenossen ist viel zu kostbar, als dass man freiwillig käme. Wird jedoch zwischendurch gerufen, einfach nur um ihm zu zeigen, dass man noch da ist und ein Lob auszusprechen, schaut er gerne mal bei Herrchen vorbei. Bei dieser Gelegenheit kann noch einmal der Ball geworfen werden oder ähnliches, sodass man dem Welpen die Freude zeigt, die seine Anwesenheit mit sich bringt.

Welpe hört nicht- Man muss nicht laut werden

Diese Übung sollte mit dem Welpen bereits in der Eingewöhnungsphase durchgeführt werden. Hunde haben sehr gute Ohren. Doch wenn die Aufforderung nicht energisch vorgebracht wird, sondern sich eher anhört wie eine zögerliche Bitte, ist kein Wunder, dass das Tier sie nicht ernst nimmt. Bitte daran denken: Der Mensch ist das Alphatier. Und ein Alphatier muss nicht laut werden. Natürlich kann es mal vorkommen, dass der Hund nicht hört. Doch sollte man ruhig und bestimmt die Aufforderung wiederholen, nur minimal lauter, wenn die Umgebung es erfordert. Auf gar keinen Fall ist der Hund doll auszuschimpfen. Wie würde es einem Kind gehen, wenn es geschimpft wird, nur weil es andere Dinge im Kopf hat? Selbiges passiert mit dem Hund. Auch er mag nicht geschimpft oder bestraft werden und kommt deshalb erst recht nicht. So!

An der Körpersprache des kommenden Welpen kann man erkennen, ob er sich vor Ärger fürchtet oder nicht. Wenn ja, wird er den Kopf nicht direkt in die Richtung des Besitzers wenden und eher wie zufällig bei diesem ankommen. Nun ist es an der Zeit, ihm zu zeigen, dass man sich freut, dass er nun bei Fuß geht. Kurz loben und anleinen, wenn man weggehen möchte.

Bereits zu Hause üben

Wenn der Besitzer ruft, sollte es eine liebevolle Begrüßung, eine Belohnung oder etwas Interessantes geben, damit der Welpe eine positive Verknüpfung erstellt. Denn auch zu Hause kann das Tier einfach „mal so“ gerufen werden. Das stärkt die Bindung zum Besitzer. Da ist es auch erlaubt, dass der Welpe einmal aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen wird. Je interessanter sich Herrchen macht, desto lieber kommt der Kleine zu ihm. Dies gilt übrigens auch für das Bringen des Futters. Gerne wird es mit einem bestimmten Wort oder Laut / Pfiff angekündigt. Wo immer das Tier auch gerade ist und was es gerade macht, für Futter kommen die Welpen aus allen Ecken heraus.

Und nicht vergessen: Es handelt sich um ein junges Tier – Geduld, Geduld und noch einmal Geduld! Das wird schon.